Andachten zum Quartal

Quartal 3/2017 (Juli, Augut, September)

Meine lieben Glaubensgeschwister,

Röm 6,13: "...gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind ...." Hingabe bedeutet gemäß diesem Text, sich Gott zur Verfügung zu stellen. In dem Taschenbuch "Der Weg zu Christus" (jetzt "Der rettende Weg") wird Hingabe treffend erklärt: "Gott möchte uns heilen, uns befreien. Doch weil dafür eine völlige Umwandlung, eine Erneuerung unserer ganzen Natur notwendig ist, müssen wir uns ganz ihm übergeben. Er Gott führt uns den unermesslichen Segen vor Augen, den er uns durch seine Gnade schenken möchte. Er lädt uns ein uns ihm ganz hinzugeben, damit er sein Werk in uns vollbringen kann. Die Entscheidung liegt bei uns, ob wir von der Knechtschaft der Sünde befreit werden wollen, um an der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes teilzuhaben." (S. 46.48) Unsere Hingabe an Gott wirkt sich als unermesslicher Segen aus. Gott fordert uns zur Hingabe auf, weil er uns heilen und befreien möchte. Wovon eigentlich? Wenn Jesus unser Leben leiten kann, dann kann er uns befreien von der Tyrannei unseres Ichs (Neid, Ärger, Rechthaberei, Gier, Sucht, Zorn, Stolz, Einbildung, Entmutigung, Minderwertigkeitskomplexe, usw.). Jedoch werden uns gewiss: jeder Mensch steht sich selbst im Weg! Gott möchte uns von der Macht der Sünde befreien und uns göttliche Führung und Schutz schenken. Bist du dazu bereit?

Euer Viktor Ott

"Es muß eine Erweckung und eine Reformation unter dem Wirken des Heiligen Geistes stattfinden. (...) Erweckung deutet ein Wiederaufleben des geistlichen Lebens an (...). Reformation bedeutet eine Umgestaltung, eine Veränderung im Denken und Lehren (...)."

E. G. White

Quartal 1/2017 (Januar, Februar, März)

Meine lieben Glaubensgeschwister,

am Anfang des neuen Jahres möchte ich uns mit einem Neujahrsgebet begrüßen:

Sieh gnädig, Herr, auf uns hernieder,
erbarm dich der zerschlag'nen Welt
und lass aufs neu' des Friedens Lieder
versöhnend ziehn durchs Erdenzelt.
O tilge du in allen Herzen
des Grames tiefe, bitt're Schmerzen
und senk herab, o Vater, du,
auf uns, die Müden, deine Ruh.

Lass aus der Zeiten wirr' Gewalten,
Herr, durch dein göttlich, mächtig Wort
den Völkerfrieden sich gestalten
und sei du selbst des Friedens Hort.
Breit' schirmend deine heil'gen Hände
erbarmend auf uns bis ans Ende
und führ uns dann an deiner Hand
heim in das ew'ge Friedensland!
(Ernst Sikorski)

Man könnte meinen, dass dieses knapp 70-jährige Gebet in unsere Zeit spricht. Krieg und Terror beherrschen unsere Welt. Es bleibt der Wunsch und die Hoffnung nach dem Frieden. Diesen möchte uns Gott zusprechen. Ich wünsche uns, dass wir unseren Beitrag zu diesem Weltfrieden leisten und Gottes Segen in diesem neuen Jahr 201 erfahren.

Viktor Ott


Quartal 04/2016 (Oktober, November, Dezember)

Jesus stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam (Markus 4,39-40)?

Unser Andachtswort spricht von einer stürmischen Zeit, die Jesus völlig unter Kontrolle hat. Das Kalenderjahr 2016 neigt sich langsam seinem Ende zu. Was war es für ein Jahr? Die Meteorologen sprechen von einem "verrückten Vegetationsjahr" mit Schaukelwetter: erst lange kalt, dann zu nass, viele Unwetter mit Starkregen, dann ein hochsommerlicher September. Hattest du ein stilles Jahr gehabt oder kamen überraschend die Stürme, die alles aus der Bahn zu werfen drohten? Unser Bibelwort berichtet uns von einer spannenden Geschichte. Jesus und seine Freunde, die Jünger waren eines Abends in ein Boot gestiegen und wollten den See Genezareth überqueren. Wir können uns dazu die friedlich entspannte Abendstimmung vorstellen. Langsam gleitet das Boot dahin. Unmerklich werden die Wellen stärker und Wind kommt auf. Plötzlich wandelt sich der ruhige See zur tosenden Schleuder. Hohe Wellen, Wirbelwinde, nackte Angst. Die Jünger, erfahrene Fischer, schreien: "Wir kommen um!" Angst steht in ihren Augen. Starke Fallwinde, die plötzlich aufkommen, bewirken das immer wieder auf dem See Genezareth. Solche Zeiten gibt es auch in unserem Leben, wo die Wellen plötzlich höher schlagen: Auf unserer Fahrt im Meer der Zeit erleben wir Stürme. Erfahrungen können einen umwerfen. Ängste wirbeln die Seele auf. Eine Krankheit lässt das Lebensboot schwanken. Beziehungskrisen sind wie unberechenbare Wellen. Sorgen um die Zukunft blasen ins Gesicht. Kein Wunder, dass viele schreien: "Wir kommen um!". Auch wir Gläubige? Ja, heißt es in der Bibel. Auch Jesu Freunde sind vor Unwettern nicht gefeit. Wir sitzen nicht im sturmgeschützten Bunker mit Rundumschutz und einem allinclusive Programm. Wir sind noch nicht dort, wo es kein Leid und kein Geschrei mehr geben und wo Gott selbst alle Tränen abwischen wird. Wir sind noch nicht im Hafen der Neuen Erde angekommen. Noch sind wir auf der Fahrt, und da wird es immer wieder Unwetter-Strecken geben. Auf einmal wird den Jüngern bewußt, dass Jesus ja mit im Boot ist. Doch er schläft mitten im Sturm. Wie kann er das? Das kann nur tiefes Gottvertrauen, ein Gehaltensein in Gott bewirken. - Und dazu macht uns diese Begebenheit auch Mut. Die Jünger wecken Jesus und er gebietet den Wellen. Es wird still - fast unheimlich. Welch ein Kontrast! Sein Wort hat - nein, ist verändernde Kraft. So wird aus der Sturmfahrt eine Lernfahrt des Vertrauens. Wenn Jesus mit im Boot ist, warum sind wir dann so furchtsam? Die Lebensfahrt gelingt, weil er der Schöpfer und Erhalter ist. Verlieren wir ihn nicht aus dem Blick und lassen wir ihn dort eingreifen, wo wir mit unserem Rudern am Ende sind. Gottes Segen wünscht Dir,

Reinhard Kopp


Quartal 03/2016 (Juli, August, September)

"Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren's nicht wert." (Matthäus 22,8)

"Ein Fürst in China - ein Mandarin - gab ein Fest. Viele angesehene Bürger sind eingeladen. Die meisten Gäste kommen in Kutschen. Es beginnt zu regnen. Vor der Toreinfahrt bildet sich eine große Pfütze. Ein Wagen hält direkt neben der Pfütze. Daraus steigt ein vornehm gekleideter älterer Herr aus, bleibt am Trittbrett hängen und fällt in die Pfütze. Mühsam erhebt er sich wieder. Er ist von oben bis unten beschmutzt und sehr traurig. So kann er sich auf dem Fest nicht sehen lassen. Währenddessen machen andere Gäste spöttische Bemerkungen. Ein Diener, der den Vorfall beobachtet, meldet ihn sofort dem Fürsten. Der eilte sofort hinaus und kann den beschmutzten Gast gerade noch erreichen, als der zurückfahren will. Er bittet den Gast zu bleiben. Er als Gastgeber würde an den beschmutzten Kleidern keinen Anstoß nehmen. Doch der Gast hat Angst vor den Blicken und dem Getuschel der Leute und lehnt ab. Da lässt sich der Fürst mit seinen kostbaren Gewändern in dieselbe Pfütze fallen. Von oben bis unten ist er voll Dreck. Nun nimmt er den Gast an seine Hand und zieht ihn mit sich. Beide gehen in den festlich geschmückten Saal. Keiner wagt es, etwas über den schmutzigen Gast zu sagen." Quelle: (Ralf Johnen in: Materialdienst) Auch wir sind zu einem Fest geladen - einem Hochzeitsfest (Mt 22,1-14; vgl. 25,1-12). Doch so wie wir sind - verdreckt und verschmutzt von der Sünde, haben wir keine Chance daran teilzunehmen. Wir sind nicht würdig, so vor Gott zu treten. Und dennoch dürfen wir alle so kommen, wie wir sind. Gott möchte jedem von uns die angemessene Hochzeitskleidung verleihen (Off 19,8). Das geschieht aber nur durch die Erneuerung unseres Denkens - nämlich dann, wenn wir den neuen Menschen anziehen, "der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit." (Eph 4,23-24) Ich freue mich schon sehr auf dieses Fest und du?

Dein Viktor Ott


   



Erste Veröffentlichung (andacht.html): 20.10.2016.
Letzte Aktualisierung: 18.01.2019